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SIMPLICISSIMUS REISEN
KULTURFÜHRUNGEN SLOWAKEI: 1000 JAHRE MITTELEUROPA

Was gibt es in der Slowakei Interessantes zu sehen?

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Auf dem Gebiet der Slowakei kann man Denkmäler der Baukunst und Bildenden Kunst aller Art und Qualität sehen. Hiesige Denkmäler wie auch Kunstdenkmäler mehrerer europäischer Provenienzen. Die Einzigartigkeit dieses Gebietes besteht darin, dass sich hier nebeneinander Stilrichtungen des „lateinischen" Europa (die Kunst Italiens, des deutschen und österreichischen Donauraums) und des „byzantinischen“ Europa (Ostkarpaten, Balkan) entfalteten. Dank der fachlich interessanten Erläuterungen bieten auch Denkmäler der so genannten künstlerischen Peripherie und der Volkskunst ein tiefes Erlebnis.

Der natürliche Rahmen und die kulturhistorische Landschaft potenzieren die Wahrnehmung und das Erleben der Denkmäler. Auf dem Gebiet der Slowakei kann man gebirgige und ebene Landstriche sehen – Hochgebirgsgipfel, unbewaldete Bergkuppen, Felsklüfte, Höhlen. Die Hohe Tatra mit ihren Gletscherseen, die Klüfte des Gebirges „Slowakisches Paradies“, der Durchbruch des Dunajec im Norden der Region Zips, tiefe Wälder, Weinberge und Reste der bäuerlichen Bergbewirtschaftung.

Wahre Perlen sind auf dem Gebiet der Slowakei die Denkmäler aus der Spätgotik in Architektur, Bildhauerkunst und Tafelmalerei. Es blieben hier mehr als hundert gotische Flügelaltäre erhalten. Die Höhe des einen von ihnen, in Leutschau, wird nirgends in der Welt übertroffen. In dieser Pfarrkirche ist auch ihre Anzahl einzigartig – es sind 9, in der Pfarrkirche in Bartfeld befinden sich sogar 11 gotische Flügelaltäre. In mehr als 200 mittelalterlichen dörflichen und städtischen befestigten Kirchen befinden sich umfangreiche und interessante gotische Wandmalereien. Unerwartet bunt sind auch die Beispiele der sakralen bildenden Kunst der Protestanten aus der Renaissance, sowie die barocke sakrale Kunst in den katholischen Kirchen. Beide Epochen entfalteten die Kunst, die von den deutschen Regionen ausging, sowie die Barockkunst im 18. Jahrhundert, die vom Sitz des Hofes in Wien und von den Klöstern in den österreichischen Landen ausstrahlte.

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In der Slowakei gibt es auch einzigartige Burgen und Schlösser. Die meisten ihrer mittelalterlichen Baukerne sind angereichert durch in der Renaissance angebaute Befestigungssysteme, die zu einem wichtigen Schutzwall gegen die osmanische Expansion wurden. Zu besichtigen sind auch die erhalten gebliebenen historischen Stadtkerne von Orten, die dank des regen Handels und des Bergbaus reich geworden waren. Die Bergbaustädte – Kremnitz, Schemnitz, Neusohl – waren im Mittelalter dank Gold-, Silber- und Kupfervorkommen in ganz Mitteleuropa bekannt.

In der Slowakei sind auch bemerkenswerte Sakralbauten aus Holz reich vertreten. Die Gotteshäuser jeder Glaubensrichtung sind in ihrem architektonischen Raum sehr unterschiedlich. Die evangelischen aus dem 17. und 18. Jahrhundert weisen großflächige Innenräume mit Kreuzgrundriss auf, die römisch-katholischen Holzkirchen sind Vorläufer und Zwillinge der mittelalterlichen gemauerten Kirchen und die griechisch-katholischen „Tserkvi“ schließlich gehören in ihrer Raumaufteilung zur byzantinischen Kultur der Ostkarpaten. Beispiele der dörflichen Volksarchitektur können in regionalen Freilichtmuseen studiert werden.

Detaillierteres Wissen darüber, was man in der Slowakei an Interessantem sehen kann, finden Sie in der Publikation "Illustrierte Enzyklopädie der Denkmäler in der Slowakei", zusammengestellt und erarbeitet von unserem fachlichen Reisebegleiter und ausgehend von siebenjährigen Erfahrungen mit den Simplicissimus-Reisen, herausgegeben vom Partnerverlag Simplicissimus. Diese tausendseitige Publikation umfasst 1500 Stichworte, fast 6000 Fotografien, 140 3-D-Bilder der Denkmäler und gut verständliche Erläuterungen.

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