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SIMPLICISSIMUS REISEN
WYCIECZKI KRAJOZNAWCZE PO SŁOWACJI

Die Geschichte der Reformation und das Kulturerbe der evangelischen Kirche in der Slowakei

Auf dieser Reise lernen wir etwas aus der Geschichte, begegnen Vertretern der Evangelischen Kirche A.B. in der Slowakei, und Historikern. Wir besichtigen sakrale Denkmäler in evangelischen Kirchen der verschiedenen Regionen, die einen überraschenden bildkünstlerischen Reichtum aufweisen. Wir erfahren etwas über die historische Bedeutung der deutschen evangelischen Gemeinden, Schulen und Kultur für die Kultur und Identität der Slowaken.

Studienreise

SR EVK 7

Bereits im Mittelalter hatten auf dem Gebiet der heutigen Slowakei die Pfarrgemeinden und die Gutsherren einen gewissen Einfluss auf die Wahl der Seelsorger. In vielen Städten gab es diesbezüglich sogar Privilegien. Wichtig waren die Kontakte der deutschen Bürger, Handwerker und Bergleute zu ihrer einstigen Heimat. Viele studierten an Schulen und Universitäten in Deutschland. Nach 1458 (Regierungszeit des Matthias Corvinus) wurde der Königshof in Buda (einem Stadtteil des heutigen Budapest) zum Zentrum der Ideen und der Kunst des Humanismus. Später griffen die Ideen des deutschen Humanismus am Hofe Raum in der Zeit der Königin Maria (1505 – 1558), der Gattin des Ludwig Jagello, Tochter Philipp I. von Habsburg. Ihre Mitgift waren die Bergbaustädte, wo die Ausbreitung der Reformationsgedanken toleriert wurde [Kremnica (Kremnitz), Banská Štiavnica (Schemnitz), Banská Bystrica (Neusohl), Nová Baňa (Königsberg), Ľubietová (Libethen), Pukanec (Pukanz)]. In den wichtigen fünf Städten, der „Pentapolitana“, stoßen wir bereits um 1500 auf Personen, die meist in Wittenberg studiert hatten. Es waren: Bardejov (Bartfeld), Levoča (Leutschau), Prešov (Eperies), Sabinov (Zeben), Košice (Kassau). Der Name Martin Luther und seine Lehre waren auf unserem Gebiet bereits ein Jahr nach seinem Hervortreten 1517 bekannt.
In den nachfolgenden 250 Jahren wechselten einander ruhige Zeiten und Zeiten harter Verfolgung ab. Mehr oder weniger hing dies mit der politischen Position des Habsburger Hofes zusammen, der zeitweilig tolerant war, und dann wieder unter dem Druck mehrerer Aufstände des ungarischen Adels gegen die Habsburger, die auch ein konfessionelles Programm aufwiesen, hart durchgriff. Für die Orientierung der Kirche waren die offiziellen Formulierungen der fünf großen Städte, die Confessio Pentapolitana (1548), der Bergbaustädte, die Confessio Montana (1559) und das Zipser Glaubensbekenntnis (1569) wichtig. Die hiesige lutherische Kirche knüpfte, wie auch heute noch, an das Augsburger Bekenntnis an. Auf der Reise werden wir uns dem Gedenken an die bedeutende Synode widmen, die im Jahr 1620 in Žilina (Sillein) abgehalten wurde, sowie der Persönlichkeit des Georg Thurzo mit seinen Verdiensten als Organisator und Kunstmäzen. Wir besichtigen die gut erhaltenen Holzkirchen (s. g. Artikularkirchen), die im europäischen Kulturerbe einzigartig sind. Die hiesigen Evangelischen durften sie aufgrund eines 1681 in Ödenburg (heute Sopron) vom Ungarischen Ständetag gefassten Beschlusses errichten. Nach Artikel 26 durften sie in jedem Komitat zwei Kirchen aus Holz errichten, wobei aber viele technische und ideelle Einschränkungen galten. Eine neue Epoche des kirchlichen Lebens wurde erst durch das Toleranzpatent von Kaiser Joseph II. im Jahr 1781 eingeleitet. Die von uns besuchten danach gebauten großen evangelischen Kirchen sind bereits Denkmäler der bildenden Kunst aus dem Empire und dem Biedermeier.
Unsere Reise führt bis in die südlichen Regionen der Slowakei, wo die älteren mittelalterlichen Kirchen auch im 17. und 18. Jahrhundert durchgehend als evangelische Kirchen dienten. Wir werden seltene Kombinationen bildkünstlerischer Denkmäler aus Mittelalter, Renaissance und Barockaltären des evangelischen Typs sehen.
Am Schluss der Reise besuchen wir Sehenswürdigkeiten, die an die politische und kulturelle Geschichte der Lutheraner im 19. und 20. Jh.

Itinerár


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Samstag:
Treffpunkt in Wien (WBhf). Fahrt mit dem Autobus in ein Hotel in Bratislava (Pressburg).
Sonntag:
Wir beginnen die Studienreise im Generalbischofsamt der EKAB in Bratislava, wo wir mit einem Historiker ein Gespräch führen werden, wir besuchen auch die große und die kleine evangelische Kirche (kurzes Orgelkonzert). Nach einer kurzen Besichtigung der Altstadt machen wir uns mit der Geschichte der ev. Kirche(n) in der kleinen Weinbaustadt Modra (Modern) vertraut.
Montag:
Unterwegs machen wir einen Abstecher in das Hügelland nahe der Grenze zu Mähren (Tschechische Republik), wo am Fuße der Weißen Karpaten im 19. Jahrhundert die kulturelle und politische Bastion der slowakischen evangelischen Kirchengemeinden lag. Am architektonisch sehenswerten Denkmal Bradlo erinnern wir an die Geschichte dieses Teils von Europa nach 1900. Im weiter nördlich liegenden Tal (in Zemianske Podhradie) sehen wir ein Unikat – die von der Gräfin E. Príleská entworfene Kirche (1784). Dann kehren wir zur Hauptverkehrsader im Waagtal zurück. Wir besuchen das Schlossgelände in Bytča (Großbitsch) und die hiesige Kirche, wo wir uns mit der historisch bedeutenden Persönlichkeit des Georg Thurzo (1567 – 1616) beschäftigen werden. Hier fand im Jahre 1610 die erste gesetzgebende Synode der ev. Kirche auf dem Gebiet der heutigen Slowakei statt. In der Region Turiec (Turz) besichtigen wir den einzigartigen evangelischen Altar aus dem Jahr 1611, genannt „Speculum Justificationis“, der ursprünglich in der Thurzo-Kapelle der Burg von Orava stand. Nach Besichtigung der Kirche in Dražkovce erinnern wir an die Persönlichkeit des Humanisten Peter Revay (1568 - 1622).
Dienstag:
Wir beginnen den Tag in der Region Orava (Arwa) mit der Besichtigung der beiden großartigen Artikularkirchen in Istebné und Leštiny. Wir absolvieren einen Rundgang durch die bizarre Burg Orava, (besonders interessant ist die Renaissance-Kapelle der Familie Thurzo), und besichtigen in der Region Liptov (Liptau) eine weitere gut erhaltene Artikularkirche am Ort Lazisko (zum Heiligen Kreuz). Es handelt sich um eine der größten Holzkirchen in Europa. Danach besuchen wir in der bekannten Region Zips die Stadt Kežmarok (Kesmark) mit ihrer hölzernen Artikularkirche und verweilen im hiesigen Seniorat, das sich im Gebäude der berühmten Lyzeumsbibliothek befindet. Hier findet ein Gespräch mit der auf die Stadt und die Region Zips spezialisierten Historikerin statt, die über diese stärkste Bastion der Reformation berichten wird.
Mittwoch:
Bemerkenswerte Denkmäler der ev. Kirche sehen wir in Levoča (Leutschau) und danach in der Stadt Bardejov (Bartfeld), wo bekannte Persönlichkeiten der Reformation, z.B. Leonard Stöckel (1510 – 1560), wirkten. Eine dramatische Vergangenheit machte die ev. Kirche und das wichtige evangelische Schulwesen in der Stadt Prešov durch. Nach den Denkmalbesichtigungen lassen wir den Tag im einstigen Zentrum der Unteren Zips, in der Stadt Gelnica (Göllnitz) ausklingen.
Donnerstag:
Die Regionen Gemer und Malohont zeichneten sich in den letzten Jahrhunderten gerade durch das große Engagement der hiesigen evangelischen Intellektuellen im kulturellen Bereich, vor allem in der Literatur, aus. Wir begegnen Fachleuten für die Geschichte der hiesigen ev. Kirche und ihrer Verwaltung in der Stadt Rožňava (Rosenau) und Klenovec, besichtigen das ev. Gymnasium in Tisovec. Die Exkursion durch dieses heute fast vergessene Land ist vor allem wegen des Interieurs der Sakralbauten ein Erlebnis. Wir sehen dort gotische Wandmalereien (die größte Zahl wiederentdeckter mittelalterlicher Malereien nördlich der Alpen) in Symbiose mit Kunstwerken aus der Renaissance und protestantischen barocken Altären und gemalten Decken. Wir besuchen die Kirchen in Štítnik (Schittnich), Koceľovce (Getzelsdorf), Ochtiná, in Rimavské Brezovo, Rimavská Baňa, Kraskovo und Kyjatice. Einen Teil des Programms verschieben wir auf den nächsten Tag.
Freitag:
Nach weiteren Abstechern zu den evangelischen Denkmälern der Regionen Gemer und Malohont kommen wir in die größte unter den Bergbaustädten – in die „Kupferstadt“ Banská Bystrica /Neusohl. Nach Besichtigung der übrigen Geschichtsdenkmäler der Stadt lernen wir auch das Gelände der ev. Kirche (1803) und seine kulturhistorischen Überlieferungen kennen.
Samstag:
Auf der Rückfahrt aus Neusohl machen wir Halt in Hronsek, wo eine hölzerne Artikularkirche interessanter Konstruktion mit einzigartigem Interieur erhalten geblieben ist. Unser nächstes Ziel ist die „Silberne Bergbaustadt“ Banská Štiavnica (Schemnitz), wo wir einige Denkmäler, Zeugnisse aus den Anfängen der Reformation, sehen werden. Architektonisch bemerkenswert ist die nach einem Entwurf des Wiener Architekten J.J. Tallherr erbaute ev. Kirche (1794). Am Abend Rückfahrt nach Wien.

Balík služieb:

V cene zájazdu sú poskytované nasledovné služby:

  • kvalifikovaný sprievodcovský servis
  • odborný výklad renomovaným kunsthistorikom
  • doprava z Viedne, počas celého zájazdu po Slovensku, a naspäť do Viedne komfortným autobusom
  • 7 x ubytovanie v dvojposteľových a jednoposteľových izbách v troj/štvor hviezdičkových hoteloch a penziónoch
  • plná penzia vo vybraných štýlových reštauráciách - 7x raňajky, 7x obed, 7x večera
  • vstupné (okrem Skupín a VIP)

V cene zájazdu nie sú zahrnuté:

  • nápoje
  • príspevky
  • poistné
  • poplatky za fotografovanie v múzeách a pamiatkach
  • individuálna doprava z miesta bydliska do Viedne a naspäť (okrem Skupín a VIP)

Cena zájazdu

Cena zájazdu SR EVK 7 je 875 Euro za osobu v dvojlôžkovej izbe,

príplatok za jednolôžkovú izbu je 171 Euro.

Pri zájazdoch typu Skupinové zájazdy a VIP-zájazdy sa cena vyratúva individuálne

Terminy         

nur fur Gruppen (SR EVK 7)

Termíny pre Skupinové zájazdy – podľa dohody

Termíny pre VIP-zájazdy – podľa dohody

 

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